Seit einem Jahr liegt die redaktionelle Verantwortung für Bremens größte Tageszeitung WESER-KURIER in den Händen von Lars Haider. Der Chefredakteur zog jetzt erste Bilanz und berichtete den Mitgliedern und Gästen des Marketing-Clubs, wie Pläne und Absichten realisiert werden konnten und wie sich der WESER-KURIER erfolgreich vor dem Hintergrund der Medienkrise behauptet.
Lars Haider, geboren am 5. November 1969, verheiratet, startete nach dem Studium von Geschichte und Politik an der Universität in Hamburg und dem Besuch der Journalistenschule „Axel Springer“ in Berlin, seinen Berufsweg 1998 als Wirtschaftsredakteur beim Hamburger Abendblatt. Drei Jahre später wurde er stellvertretender Chef der Lokalredaktion. Als Redaktionsleiter der Elmshorner Nachrichten wurde er 2005 mit dem deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer- Stiftung ausgezeichnet. Anschließend war er in den Chefredaktionen von Die Welt, Kurier und Washington Post tätig. Nach seinem Wechsel zur Berliner Morgenpost wurde er 2007 deren stellvertretender Chefredakteur. Seit 1.Februar 2009 ist Haider Chefredakteur von WESER-KURIER und Bremer Nachrichten. Seitdem hat sich weit mehr als das äußere Erscheinungsbild der Zeitung verändert, wie Haider berichtete.
Der WESER-KURIER entwickelt sich zur Autorenzeitung. Ausführlichere Texte bieten den Leserinnen und Lesern Information, Rat und Orientierung in einer immer komplizierteren Welt. Mehr als 1000 freie Mitarbeiter, Redakteure und Korrespondenten berichten täglich über Bremen, die Region, Deutschland und die Welt und haben dabei immer die Interessen der Leserinnen und Leser in Bremen und dem niedersächsischen Umland im Kopf. So bekommen die Artikel und Berichte eine regionale Relevanz, die sie gegenüber anderen Medien klar abgrenzen. „Früher kam es schon vor, dass die Titelseite des WESER-KURIER voll mit Agenturmeldungen war. Heute finden Sie dort mehrheitlich eigene  Texte unserer Redaktion“, sagte Haider. „Wir haben heute viele exklusive Geschichten und Interviews im WESER-KURIER und werden von Tagesschau, Spiegel und vielen weiteren Medien öfter  zitiert als jemals zuvor. Gestern war es Philip Rösler. Aber auch die Bundeskanzlerin Merkel oder Günther Grass hatten wir schon mit exklusiven Nachrichten im Blatt.“
Aber nicht nur der Inhalt, auch die Lesbarkeit und Blickführung der Zeitung haben an Qualität gewonnen in den vergangenen Monaten. „Obwohl wir in einer Welt der Bilder leben, haben wir den Anteil der veröffentlichten Fotos um rund ein Drittel reduzieren können. Die Bilder, die wir veröffentlichen, konnten dafür attraktiver platziert werden“, sagte Haider und berichtete von vielen weiteren Elementen, die im Zuge eines sogenannten evolutionären Relaunches täglich überarbeitet werden. „Legen Sie die heutige Zeitung einmal neben eine Ausgabe aus den 90er Jahren. Dann sehen Sie wie vieles sich fast unbemerkt verändert hat“, sage Haider.
Mehr als 200 positive Zuschriften hat Haider bis heute für die positive Entwicklung des WESER-KURIER erhalten. Eine ordentliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Menschen eher zum Füllfederhalter greifen, um sich zu beschweren. Kritische Anregungen würden gern in den Veränderungsprozess aufgenommen. Nur einer Leserin konnte er nicht helfen, schloss Haider seinen Vortrag. Sie lobte den WESER-KURIER und wäre untröstlich nun kündigen zu müssen. Aber als Münchenerin interessiere sie sich einfach nicht für Bremen.
Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.



























2 Kommentare
# 1 | Pingback von Bremen - Blog - 29 Jan 2010 — 29. Januar 2010 um 20:45
[...] Lars Haider – das neue journalistische Konzept | Home, Programm … [...]
# 2 | Pingback von Tweets die Lars Haider – das neue journalistische Konzept | Home, Programm | Marketing-Club Bremen e.V. erwähnt -- Topsy.com — 31. Januar 2010 um 08:27
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Marketing-Club HB, Marketing-Club HB erwähnt. Marketing-Club HB sagte: WESER-KURIER Chefredakteur Lars Haider zieht erste Bilanz beim Marketing-Club Bremen: http://bit.ly/dg1HEA [...]
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