20. November 2008

Innovationsmotor Kreativwirtschaft

von Marketing-Club Bremen

kreativwirtschaft_31In der Reihe „Neues aus der Kreativwirtschaft“ – eine Plattform für praxisrelevanten Wissenstransfer und Austausch über die Potentiale der Kreativwirtschaft – lud am 19. November 2008 das Designlabor Bremerhaven, die Müller-Ditzen AG und der Marketing-Club Bremen zu einer Podiumsdiskussion in das Deutsche Auswandererhaus ein.

Vor gut 200 Gästen diskutierten Gerlinde Schütte, Mitarbeiterin des Bremer Senators für Wirtschaft und Häfen, Andreas Heller, Architekt und Betreiber des Deutschen Auswandererhauses, Felix Ahlers, Vorstandsmitglied der FRoSTA AG und Michael Konitzer, Trend- und Zukunftsforscher über den ökonomischen Wert der Kreativwirtschaft. Kreativität schafft Wachstum? In der heutigen Zeit ist es nicht verwunderlich, dass viele Experten in der Kreativität die einzigen Wachstumsmöglichkeiten sehen. Heute leben wir in einer Überflussgesellschaft. Wir haben alles, was wir brauchen. Neue Produkte und Dienstleistungen, die uns zum Kauf reizen, sind rar. Doch wie muss diese Kreativität aussehen, um den Wirtschaftsmotor in Deutschland am Laufen zu halten? Welches Umfeld brauchen Kreative, um sich entfalten zu können?

In seinem Impulsvortrag schwört der Trend- und Jugendforscher Michael Konitzer auf digitale Räume. Begeistert setzte er sich mit den Strategien der Erfolgsbeispiele wie Google und Firefox auseinander und meint, dass nur mit dem digitalen Instrumentarium neue Wege gestaltet werden können. Anders sieht das Andreas Heller. Er und sein Team beobachten bei ihren Besuchern ein wachsendes Interesse an den handgreiflichen Dingen und das Erleben mit allen fünf Sinnen. Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer, dass Kreativität nur bei der Freiheit, ins Blaue denken zu dürfen, sich entwickeln kann. Dabei sollen Mitarbeiter auch „unfertige Ideen“ aussprechen können, ohne dass diese gleich nach ihrer Verwertung überprüft werden. Frosta-Chef Felix Ahlers setzt auf den Einfallsreichtum seiner Mitarbeiter, der im Frostablog eine viel beachtete Bühne für den Gedankenaustausch bekommen hat. Allerdings mahnt er auch an, dass es selten an Ideen mangelt, sondern eher an den Kapazitäten der Umsetzung.


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